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Vienna Mosse Lectures: Detroit romjai, 20 évvel később
VIENNA MOSSE LECTURES
2026. október 8., csütörtök · 20:00Volkstheater – Vörös BárIngyenes
Yves Marchand és Romain Meffre fotósok előadása egy nemzetközi, interdiszciplináris előadássorozat keretében.
Leírás
THE RUINS OF DETROIT, 20 YEARS ON Yves Marchand & Romain Meffre (Paris), Moderation Roland Innerhofer Keine Kartenreservierungen nötig, freier Eintritt nach Verfügbarkeit. Neben Berlin, New York, Berkeley, Madison und Jerusalem kommt die internationale und transdisziplinäre Vortragsreihe nun auch nach Wien. 1997 in Berlin begründet, knüpft sie an das Erbe der deutsch-jüdischen Familie Mosse an, die durch ihr liberales Berliner und Wiener Pressehaus die Öffentlichkeit der Zwischenkriegszeit nachhaltig prägte und auch nach der Zeit im Exil an ihrem politischen Engagement festhielt. Mit halbjährlich wechselnden Schwerpunktthemen widmen sich die Vienna Mosse-Lectures aktuellen Fragen der Geschichte und Kultur, Politik und Wirtschaft oder Kunst und Literatur. Thema im Herbst/Winter 2026/27: Capitalism in Ruins Vor Ruinen hat man im Kapitalismus noch nie Angst gehabt. Von jeher gehören sie zu seinen Projekten: als Immobilien, als Kulissen, als Anlageobjekte. In der Logik des „Katastrophenkapitalismus“ (Naomi Klein) ist die Ruine keine Grenze, sondern ein Supplement, ein Spielraum, der sich immer wieder neu auftut. Auf mindestens dreierlei Art lässt sich daher die Formel „Kapitalismus in Ruinen“ verstehen: als die utopische Hoffnung, das System möge sich endlich selbst ruinieren; als der tagtägliche Augenschein seiner ruinösen Wirkungen; und als der verquere Umstand, dass sich der Kapitalismus von Ruinen nährt. Die Vienna Mosse Lectures 2026/27 fragen danach, wie „Ruinierung“ (Ann Laura Stoler) den Boden bereitet für Einhegung, Privatisierung und Deregulierung – durch Schocktherapie, langsamen Zerfall oder durch die stille Demontage sozialer Reproduktion. Detroit und Gaza sind die beiden Enden ein und desselben Spektrums: auf der einen Seite das fotogene „deindustrielle Erhabene“, dessen ästhetischer Mehrwert genauso gut offenlegen wie verdecken kann, welche Form des Investments und der Spekulation dem Ruinösen vorangegangen ist; auf der anderen die Ruine als einkalkuliertes Resultat, lesbar erst in der forensischen Rekonstruktion des „De-Development“ (Sara Roy) und der „