Theater & BühneFamilie5–12 JahreDrinnen
Autorinnen ins Licht!
Mittwoch, 18. November 2026 · 20:00Theater in der Josefstadt6 € – 63 €
Worum es geht
Im allgemeinen Verkauf ab 05.10. | Probebühne | Zugang vor Vorstellungsbeginn via Josefstädter Straße 24 | zweiter Stock. Es gibt einen Lift. Genereller Kartenvorverauf ab 05.10. In vier szenischen Lesungen, verteilt über die Spielzeit, gelesen von Schauspieler*innen des Ensembles des Theaters in der Josefstadt, holen wir Texte von Frauen auf die Bühne, um sie ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken. Denn die vielen „vergessenen“ Autorinnen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis von Macht, Tradition und einem patriarchalen Blick auf Literatur. Während Autoren wie Ibsen, Schnitzler oder Brecht selbstverständlich Teil des Repertoires bleiben, sind Theaterstücke von Autorinnen wie z.B. Marie von Ebner-Eschenbach oder Gina Kaus weitgehend aus den Spielplänen verschwunden, obwohl ihre Texte künstlerisch anspruchsvoll waren und zentrale Fragen ihrer Zeit verhandeln. An zwei Abenden widmen wir uns der Wieder- und Neuentdeckung von Dramatikerinnen, die aus dem öffentlichen Bewusstsein gedrängt wurden. Wir lesen sie nicht als Fußnote der Theatergeschichte, sondern als deren verdrängtes Zentrum. Zwei weitere Abende gehören zeitgenössischen Autorinnen. Ihre Texte verhandeln Gegenwart, Widerspruch und schašen neue Perspektiven auf unsere gesellschaliche Realität. Im Anschluss laden wir zu einem Gespräch mit Expertinnen und Autorinnen und öffnen die Diskussion ins Publikum, um über Strukturen, Chancen und Möglichkeiten des Theaters gemeinsam zu sprechen. Wie entsteht der Theaterkanon? Welche gesellschaftlichen Faktoren sind dafür ausschlaggebend? Wer wird gehört und wer nicht? Was hat sich verändert und was muss sich weiter ändern, damit mehr Texte von Autorinnen die großen Bühnen bespielen? Der Titel der Reihe „Autorinnen ins Licht!“ ist dem Film „ Vergessene“ Autorinnen – zurück ins Licht entliehen. Dieser wurde 2021 von Anja Thiemann, seit 2023 Professorin am Max Reinhardt Seminar, zusammen mit anderen Gründerinnen der Arbeitsgruppe gedreht. Die autonome Gruppe, die aus zahlreichen Mitgliedern der deutschsprachigen Theater- und Kulturlandschaft besteht, initiierte viele Projekte, um die „vergessengemachten“ Dramatikerinnen vergangener Jahrhunderte zu
