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Der Totmacher
Sonntag, 18. Oktober 2026 · 17:00Münchner Filmmuseum5 €
Auf filmmuseum öffnenDeutscher Filmklassiker mit psychoanalytischer Einführung über das Verhör eines Serienmörders durch einen Psychiater, für Erwachsene.
Worum es geht
Film und Psychoanalyse Einführung: Irmgard Nagel, Corinna Wernz. Der Totmacher | Deutschland 1995 | R: Romuald Karmakar | B: Romuald Karmakar, Michael Farin| K: Fred Schuler | D: Götz George, Jürgen Hentsch, Pierre Franckh, Hans-Michael Rehberg, Matthias Fuchs | 110 min | OF | DER TOTMACHER gehört zu den eindringlichsten Kammerspielen des deutschen Kinos. In einem nahezu leeren Verhörraum begegnen sich der Serienmörder Fritz Haarmann und der Psychiater Ernst Schultze zu einem Gespräch, das sich weniger als Kriminalfall, denn als eine Expedition in die Abgründe menschlichen Innenlebens entpuppt. Auf Grundlage der authentischen historischen Verhörprotokolle des Kriminalfalles von 1924 entfaltet Romuald Karmakar einen »Dialog« über Schuld, Begehren, Gewalt und das Wissenwollen um die Abgründe der Persönlichkeit. Haarmann erscheint weder als bloßes Monster noch als einfacher Krankheitsfall, sondern als verstörende Figur zwischen Verführungs- und Nähesehnsucht, zwischen Regression in Machtgelüste und einer aufscheinenden Selbstrechtfertigung. Götz George gelingt dabei – dramaturgisch sekundiert durch sein befragendes Gegenüber – eine sympathetische Darstellung des Sexualverbrechers, die die Zuschauer*innen in einen Konflikt zwischen Faszination und Abwehr versetzt, zwischen befremdeter Nähe und angst- und ekelbeladener Distanz.