FilmFestivals & MärkteAb 12 JahrenDrinnen
Kîzîm
Samstag, 14. November 2026 · 18:00Münchner Filmmuseum5 €
Auf filmmuseum öffnenEine Vorführung im Rahmen des rumänischen Filmfestivals über ein tatarisches Mädchen, das sich gegen eine arrangierte Ehe wehrt.
Worum es geht
Rumänisches Filmfestival Zu Gast: Radu Potcoavă. Kîzîm | Rumänien 2026 | R: Radu Potcoavă | B: Elias Ferkin | K: Liviu Mărghidan | M: Alin Zăbrăuțeanu | D: Yeliz Mustafa, Matei Saizescu, Tudor Chirilã, Elias Ferkin, Judith State, Turchian Guzin Nasurla, Bogdan Farcaș | 78 min | OmeU | Die 15 Jahre alte Selda kommt aus einer Familie der Dobrudscha-Tataren, der tatarischen Minderheit am Schwarzen Meer. In der ersten Szene ist sie bei einem großen Tanzfest zu sehen, bei dem ein Kleinkind in der Gemeinschaft begrüßt wird. Ein unbeholfener Junge, fast noch ein Kind, wird neben sie gesetzt, er käme nach Vorstellung der Erwachsenen als Ehemann für Selda in Frage. Doch die hat ganz andere Pläne, und zwar schon für diese Nacht. Mit ihrem Freund Tudor und drei anderen Jugendlichen will sie nach Vama Veche, eine nahe Küstenstadt an der Grenze zu Bulgarien. Das Abenteuer geht fürchterlich schief, am nächsten Morgen wird die Gruppe von der Polizei gesucht. Radu Potcoavă zeigt am Beispiel von Selda und ihren Eltern, wie sich Identitäten im Wechselspiel zwischen Traditionen und Freiheitswünschen entwickeln. Selda, die auch den vergleichsweise liberalen Islam ihrer Familie noch hinter sich lässt, sieht sich in erster Linie als Rumänin. Der Filmtitel KÎZÎM (ein Kosewort) deutet schon an, dass ein gutes Ende denkbar ist, vorher führt Potcoavă die Geschichte aber so drastisch wie möglich in Richtung einer Katastrophe.