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Stolzer Strauß und wütender Tiger
Freitag, 2. Oktober 2026Alte Pinakothek
Auf inmuenchen öffnenEine kleine Ausstellung bronzener Tierdarstellungen des 19. Jahrhunderts in der Alten Pinakothek.
Worum es geht
Stolzer Strauß und wütender Tiger Tierbronzen des 19. Jahrhunderts Während der Sanierung der Neuen Pinakothek sind Meisterwerke des 19. Jahrhunderts in der Alten Pinakothek zu Gast. Die Dauerausstellung „Von Turner bis van Gogh“ wird im Jahr 2026 durch temporäre Ausstellungen ergänzt, die den Fokus auf besondere Themen und Werkgruppen richten. Die kleine Schau bronzener Tierdarstellungen zeigt die Entwicklung von den Pionier*innen dieser Gattung, den sogenannten Animaliers Antoine-Louis Barye und Pierre-Jules Mêne , hin zu Hauptvertreter*innen der autonomen Tierplastik wie August Gaul und Fritz Behn . Es eröffnet sich ein breites Spektrum: Waren Tierskulpturen zunächst vorrangig im Kontext der Herrschersymbolik verortet, steht die Darstellung von Nutztierrassen für eine künstlerische Neuorientierung und Abkehr von der repräsentativen Denkmalkunst. Exotische Tierarten erzählen ebenso von der Entwicklung der zoologischen Gärten wie von den vielfachen Verflechtungen der deutschen Kolonialgeschichte. Bild: August Gaul, „Schreitender Strauß“, 1903, Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Neue Pinakothek, München / Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Nicole Wilhelms „Stolzer Strauß und wütender Tiger“ widmet sich der faszinierenden Entwicklung der Tierskulptur zwischen 1830 und 1910 – einer Epoche, in der das Tier zu einem eigenständigen Kunstmotiv wurde. Von den anatomisch präzisen Bronzen Antoine-Louis Baryes über die feinfühligen Naturstudien Pierre-Jules Mênes bis zu den klaren, modernen Formen eines August Gaul entfaltet sich ein facettenreiches Bild künstlerischer Erneuerung. Frankreich gilt als Ausgangspunkt dieser Bewegung: Hier befreiten Künstler*innen das Tier aus einer rein symbolischen Funktion und fokussierten stattdessen die genaue Naturbeobachtung. In Deutschland knüpfte man an diese Ansätze mit eigenen Akzenten zwischen Realismus und Formgefühl an. Von der detailverliebten, heroischen Tierdarstellung ausgehend entwickelte sich eine stilistisch reduzierte Formensprache, die das Tier als Teil der modernen Skulptur etablierte. Bild: Fritz Behn „Nashorn“ und Antoine-Louis Barye „Tiger, ein Krokodil zerfleischend“, Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Nicole Wilhelms Die Schau führt von der Pariser Kunstszene in die Salons des europäischen Bürgertums, wo kleine Tierbronzen als begehrte Sammlerstücke galten. Sie beleuchtet zugleich die Schattenseiten dieser Faszination, den kolonialen Blick auf die „exotische“ Natur, und zeigt, wie eng Kunst, K




