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Verbindende Fäden. Gestickte Narrative aus Afghanistan und der Diaspora
Bis 8. MärzMuseen Dahlem (Forschungscampus)
Auf smb öffnenEine Ausstellung über Stickerei als kulturelle Praxis und Medium der Erinnerung in der afghanischen Diaspora.
Worum es geht
Wie lassen sich Erinnerungen bewahren, wenn Heimat verloren geht? Welche Geschichten schreiben sich in textile Oberflächen ein, wenn Erfahrungen von Migration, Exil und kultureller Transformation sichtbar werden? Die Ausstellung „Verbindende Fäden“ untersucht Stickerei als kulturelle Praxis, als Trägerin von Wissen und als Medium kollektiver Erinnerung innerhalb afghanischer Diasporakontexte. Im Zentrum stehen bestickte Textilien, textile Objekte und narrative Fragmente, die sich zwischen persönlicher Erfahrung und kulturellem Archiv bewegen. Die Arbeiten eröffnen Perspektiven auf Formen weiblicher Wissensweitergabe und auf textile Traditionen, die unter Bedingungen von Migration neue Bedeutungen annehmen. In Afghanistan ist Stickerei weit mehr als ornamentale Gestaltung. Muster, Farbkompositionen und textile Techniken fungieren seit Generationen als Formen kultureller Codierung, sozialer Zugehörigkeit und familiärer Erinnerung. Im Kontext von Exil und Diaspora verschieben sich diese Funktionen: Textile Praktiken werden zu Orten der Selbstverortung, zu Ausdrucksformen von Verlust und Kontinuität sowie zu Medien kultureller Selbstbehauptung innerhalb transnationaler Lebensrealitäten. Die Ausstellung verbindet künstlerische, biografische und kulturhistorische Perspektiven und fragt nach der Rolle materieller Kultur in Prozessen von Erinnerung, Identitätsbildung und Migration. Textile Arbeiten und erzählte Erfahrungen machen dabei sichtbar, was in offiziellen Narrativen häufig …


