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Rabbithole
Samstag, 21. November 2026 · 19:30Münchner Kammerspiele – Werkraum
Auf kammerspiele öffnenEin Theaterstück, in dem ein Schauspieler seine Recherchen zu NS-Patientenmorden erzählt, mit Publikumsgespräch.
Worum es geht
Ein Triptychon zum NS-Unrecht von Martin Valdés-Stauber — Anschl. Publikumsgespräch Frangiskos Kakoulakis lädt in den Werk*raum. Der Schauspieler tritt auf die Bühne und erzählt, wie er sich in den vergangenen Jahren mit den Patient*innenmorden der Nazis befasst hat. Seine Recherchen führten ihn u.a. zu Prof. Michael von Cranach und nach Kaufbeuren und Haar, wo er eine erschreckende Entdeckung macht: Die Kammerspiel-Schauspielerinnen Emmy Rowohlt und Eva Kessler wurden 1944 im Hungerhaus 22E getötet. Das Thema lässt ihn nicht mehr los. Kakoulakis, der mit Trisomie21 lebt und seit 2020 im Ensemble der Münchner Kammerspiele ist, sucht den Austausch und zieht das Publikum mit ins Rabbithole. Es entsteht einen Raum, der auch Anderen erlaubt, ihre Auseinandersetzung mit dem NS-Unrecht zu teilen. Radikal persönliche Zugänge zur Erinnerungsarbeit kommen zu Wort. Sie reichen von der belasteten Verwandtschaft zu einem NS-Propagandaautor bis hin zu schmerzvollen jüdischen Familiengeschichten. Allmählich ergibt sich ein Kaleidoskop aus Verstrickung und Verfolgung. Im Angesicht von Shoah und Patient*innenmorden steht für Frangiskos fest: Jederzeit müssen wir verteidigen, dass alle Menschen gleichwertig sind.



