
MusikDrinnen
Bärchen und die Milchbubis
Sonntag, 21. Februar 2027 · 20:00Milla18 € – 23 €
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KONZERT Bärchen und die Milchbubis’ “Jung Kaputt spart Altersheime” schaffte in den 1980ern den bis heute eigenwilligen Spagat zwischen Chart-Anwärter und Punk-Slogan. Seit der Werkschau “Endlich Komplett Betrunken” (2021) und dem ersten neuen Album, “Die Rückkehr des Bumm!” (2023), tritt das Trio um Annette Simons wieder live auf und ist gerade aus dem Hamburger Studio von Tobias Levin (Produzent von u.a. Tocotronic, Ja,Panik, Rocko Schamoni) zurückgekehrt. Auf dem neuen Album “Lach doch mal” wechseln sich wütende, nachdenkliche und lustige Songs ab. Wie gewohnt bewegt sich die Musik irgendwo zwischen Punk und Pop. Konzerte der letzten Jahre zeigen: Bärchen sprechen mit ihrer herzlichen, aber trockenen Sicht auf die Dinge die Fans der 1980er genauso an wie nach 2000 Geborenen. “Lach doch mal!” Diesen Spruch kennt jede Frau, wenn sie mal nicht freundlich guckt und nicht den Erwartungen entspricht – zum Beispiel, weil sie wütend ist. Gründe dafür gibt es ja reichlich. Genau, um sich diese Gründe und dieses Gefühl aus den Gliedern zu schütteln, wurde Punk erfunden. “Lach doch mal” ist aber auch ein Motto, mit dem die Band dem aktuellen Irrsinn des Weltgeschehens entgegentritt. So wird sich lustig gemacht über die Tech-Bros, denn die sind nicht mehr als „Superschurken mit Riesengurken“. Dass auch Bela B daran Freude hat, hört man im Duett von ihm und Annette. Beim Thema der Neuen Rechten vergeht leider das Lachen: Die Bärchen-Generation war überzeugt davon, dass mit dem Ableben ihrer letzten Nazi-Verwandten deren Denke überwunden sei. Diesen Irrtum besingt Annette in „Nazi-Onkel“, geschrieben weniger als ein Jahr vor den Landtagswahlen in diesem Herbst. Als direkter Konter schrabbelt auf „Sandkorn“ die Gitarre dann so trotzig, als wolle sie den Sand höchstselbst ins Getriebe schaufeln und wütenden Mut machen. Auf anderen Songs geht es um die Sehnsucht nach einem „Crush“, enttäuschende Freundschaften („Keiner meiner Freunde ist ok!“) und den Wunsch, dass jemand uns sagt




