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NKM Neues Kollektiv München: Stimmung und Verstimmung I

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NKM Neues Kollektiv München: Stimmung und Verstimmung I

Mittwoch, 4. November 2026 · 20:00schwere reiter

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Ein zeitgenössisches Klassikkonzert, das mikrotonale Stimmungssysteme anhand von Werken früher Pioniere erkundet.

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Worum es geht

Foto: © Armin Smailovic Die Neue Musik zeichnet sich durch Experimente mit Stimmungssystemen aus. War das am Anfang nur eine mehr als 12fache Unterteilung der Oktave, so bietet dies heute über das mikrotonale und spektrale Spiel hinaus den Anschluss an Stimmungssysteme z.B. aus dem Nahen Osten mit seinen Maqams bis hin zu US-Amerika mit der Just Intonation. Im Zentrum stehen drei Werke von Pionier:innen der Mikrotonalität. Ganz früh begann Iwan Wyschnegradsky zu experimentieren. Eines der ersten Werke ist Méditation sur 2 Thèmes de la Journée de l’Existence für Cello und Klavier, wo nur das Cello vierteltönig spielt. Später arbeitete er mit 2 verstimmten Tasteninstrumenten. Das NKM widmet sich hier aber nicht ihm, sondern einer Komponistin: Mildred Couper aus Argentinien und den USA. Ihr Werk Xanadu für zwei Klaviere übernehmen zwei Synthesizern, wobei ein Synthesizer einen Viertelton zu hoch gestimmt ist. Couper schrieb damit lebendige Musik. Ergänzt wird das Programm mit einem der Two Settings of Finnegan’s Wake von Harry Partch für Gesang, zwei Instrumente und Kithara, die mit Cello und E-Gitarre „rekonstruiert".werden. Hinzu kommen neue Werke von Caio de Azevedo, Julia Schölzel, Christoph Reiserer, Alexander Strauch, Friedemann von Rechenberg und Leon Zmelty. Diese Werke befassen sich entweder mit anders gestimmten Tonleitersystemen oder einige Instrumente werden verstimmt z.B. spektral oder sie nutzen beide Zugänge.

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