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Alle Beethoven-Symphonien von Franz Liszt: Nr. 9
nedeľa 21. februára 2027 · 16:00Bergson Kunstkraftwerk
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Alle Beethoven-Symphonien von Franz Liszt: Nr. 9 Sie sind vermutlich das Schwerste, was man auf dem Klavier spielen kann: die neun Symphonien von Ludwig van Beethoven in der Bearbeitung von Franz Liszt. Nur ein genialer Pianist, einer der größten Virtuosen aller Zeiten wie Franz Liszt, konnte es wagen, so große symphonische Werke auf das Klavier zu übertragen. Denn was sonst 60, 70 Musiker:innen spielen, müssen hier zehn Finger leisten. Und Liszt, der keine technischen Grenzen kannte, tobte sich entsprechend aus. Die enormen Ansprüche der Bearbeitungen sind der Hauptgrund, dass man quasi nie den gesamten Zyklus aller neun Symphonien erleben kann. Trotz aller technischen Schwierigkeiten wollte Liszt nie brillieren. Sein Ziel war es, dass das Publikum vergisst, nur ein Klavier zu hören, und stattdessen das Orchester im Kopf entstehen lässt. Und so bietet dieser Zyklus in gewisser Weise immer zwei Konzerte in einem: Zum einen ist Beethoven zu hören und zugleich Liszt als genialer Übersetzer, der aus einem Klavier ein imaginäres Orchester macht. Gerade darin liegt bis heute die Faszination dieser Werke. Anlässlich des 200. Todestags des Komponisten präsentiert das Bergson Kunstkraftwerk diese Rarität. Gespielt wird sie von den besten jungen Pianist:innen unserer Zeit: von Steinway Prizewinners, die großteils schon im Bergson gastiert haben und nun wiederkehren. Steinway-Prizewinner Su Yeon Kim und Jae-Yeon Won spielen die Nr. 9 „An die Freude” Als Su Yeon Kim und Jae-Yeon Won 2025 zuletzt hier spielten, da waren sie frisch verheiratet. Mit der 9. Symphonie gestalten sie den Höhepunkt des Zyklus‘ als Duo. Denn die Neunte war für Franz Liszt die größte Herausforderung überhaupt. Nicht nur das riesige Orchester, sondern auch vier Solist:innen und ein großer Chor mussten auf dem Klavier erfahrbar werden. Den berühmten Chorsatz auf die Ode „An die Freude” von Friedrich Schiller bearbeitete Liszt deswegen nicht für einen Pianisten allein, sondern für zwei Klaviere. Erst dadurch konnte er die Fülle der Stimmen, den orchestralen Klang und die vokale Mehrstimmigkeit überzeugend darstellen. Gerade hier zeigt sich Liszts Größe als Arrangeur. Er wollte die Musik nicht vereinfachen oder effektvoll umformen, sondern Beethoven möglichst vollständig auf das Klavier übertragen. Das Ergebnis ist weniger ein Virtuosenstück als eine pianistische Partitur des Originals. Mit der Neunten vollendete Beethoven nicht nur seinen Symphonien-Zyklus, sondern schrieb eines der einflussreich