CityInEurope
Shifting the Silence. Die Stille verschieben

Museen & SehenswertesKunst & HandwerkAb 16 JahrenDrinnen

Shifting the Silence. Die Stille verschieben

Bis 31. JanLenbachhaus

Auf inmuenchen öffnen

Ausstellung inspiriert von Etel Adnans letztem Buch über Leben, Erinnerung und Vergänglichkeit.

Teilen

Worum es geht

Shifting the Silence. Die Stille verschieben Der Titel der Ausstellung „Shifting the Silence“ ist auch der Titel des letzten Buches der libanesisch-US-amerikanischen Malerin, Schriftstellerin, Journalistin und Philosophin Etel Adnan (1925-2021), erschienen 2021. Die deutsche Übersetzung „Die Stille verschieben“ erschien posthum 2022. Erkennbar am Ende ihres Lebens verfasst, reflektiert Etel Adnan darin melancholisch, poetisch und sehr persönlich die großen Themen des Lebens. Alltagsbeobachtungen, Gefühle, Anekdoten oder Erinnerungen definieren in kurzen Prosastücken die Erzählung, die jedoch keiner Linearität folgt. Die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod schafft eine ernste, philosophische Tiefe. Zugleich aber feiert Etel Adnan die Schönheit des Lebens, was als eine politische Gegenwehr gegen gesellschaftliches Verstummen verstanden werden kann. Es ist der Text einer Malerin, deren künstlerische Karriere als Schriftstellerin und Philosophin begann. Ein Raum der Ausstellung ist daher ihren Gemälden gewidmet. Die Ausstellung möchte sich ein zentrales Anliegen von „Shifting the Silence“ zu eigen machen: das Nachdenken über die Schwierigkeit, Werke Bildender Kunst vollständig in Worte zu fassen und erfahrbar zu machen. Eine Versprachlichung – also eine Übersetzung von Kunstwerken und ästhetischen Erfahrungen in Worte und in Sprache – stellt in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung dar. Denn Sprache ist nicht nur ein Mittel zur Verständigung, sie ist zugleich begrenzt und manchmal sogar hinderlich, wenn es darum geht, vielschichtige Eindrücke und Wahrnehmung zu vermitteln. Etel Adnan schlägt vor, die Stille zu „verschieben“ – also die Grenzen des Sagbaren zu erweitern und das Poetische der vielen Ausdrucksformen der Künste nicht zu rationalisieren, sondern als Eigenwert anzunehmen. „Shifting the Silence. Die Stille verschieben“ eröffnet Assoziationen und steht dieser Ausstellung als leitender Gedanke zur Seite um die Kunstwerke als ein offenes Interpretationsmuster zu begleiten und zu erhellen. Mit Werken von Etel Adnan, Saâdane Afif, Nevin Aladağ, Harold Ancart, Tolia Astakhishvili, Leilah Babirye, Cana Bilir-Meier, Mel Bochner, Thea Djordjadze, Simone Fattal, Amy Feldman, Dan Flavin, Isa Genzken, Adrian Ghenie, Zvi Goldstein, Sheela Gowda, Giorgio Griffa, Philipp Gufler, Samia Halaby, Candida Höfer, Jenny Holzer, KAYA, Alexander Kluge, Jiří Kovanda, Goshka Macuga, Nick Mauss, Rosemary Mayer, Małgorzata Mirga-Tas, Roméo Mivekannin, Matt Mullica

Mehr im Programm: Lenbachhaus