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Theater im Bahnhof und Total Refusal: Let's Play I am Old and Tired
Theater im Bahnhof und Total Refusal: Let’s Play I am Old and Tired
Donnerstag, 3. Dezember 2026 · 19:30WUK – Projektraum22 €
Auf WUK öffnenEin Theaterabend innerhalb eines Videospiels über digitales Idyll im Chaos, für Erwachsene.
Worum es geht
Ein Mann führt ein simples Leben in einer Hütte am See, fernab seines bisherigen Lebens. Hier findet er Ruhe, fast glücklich wirkt er. Wie viel Trost steckt im digitalen Idyll, wenn rundherum alles kracht? Der Theaterabend findet in einem Videospiel statt und entsteht gemeinsam mit der mehrfach preisgekrönten, pseudomarxistischen Medienguerilla TOTAL REFUSAL. Yes, we can. - Barack Obama Sorry, too tired and exhausted – Slavoj Žižek Eine Zusammenarbeit auf populärem Niveau Die beiden Kollektive Total Refusal und Theater im Bahnhof schließen für diese Arbeit einen Pakt. Sie beschäftigen sich beide mit populären Formaten, die einen mit kommerziellen Hochglanz-Videospielen, die anderen mit zeitgenössischem Volkstheater – und beide verwenden dieses Material, um über den Zustand der Gesellschaft zu reflektieren. Dennoch könnten die Werke und Arbeitsweisen unterschiedlicher nicht sein. Die einen machen diskursiv-essayistische Filme und Live-Performances, die anderen entwickeln selbstverfasste Theaterereignisse über Dinge, die sie persönlich und politisch für relevant halten. Aus dieser Gemengelage entstand LET'S PLAY I AM OLD AND TIRED. Erschöpfte Individuen steuern digitale Körper Total Refusal und das TiB entwerfen live vor den Augen des Publikums einen müden Helden, der in den Bergen eines Videogames - wie in Henry David Thoreaus “Walden” - ein zurückgezogenes Leben in Abgeschiedenheit führen will.Fast immer führen Avatare, die Hauptfiguren in Videospielen, das Leben des jugendlichen Aufsteigers. Sie starten als unbedeutende Niemande und lernen im Lauf des Spiels, die Welt zu dominieren. Ihre gestählten Bodies bleiben dabei ewig jung und motiviert, werden niemals gebrechlich, unsicher oder krank. Während immer mehr Menschen im realen Leben die Kraft fehlt, sich der politischen Ausweglosigkeit und sozialen Hermetik des kapitalistischen Realismus auszusetzen, können ihre Alter Egos in digitalen Welten stundenlang aufmerksam und fokussiert sein. Sind diese ewig jungen K
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